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Sehenswürdigkeiten

Aosta-Tal in dieser reizvollen Gegend, die an Frankreich und die Schweiz grenzt, liegen die höchsten Berge Europas – Mont Blanc, Monte Rosa, Cervino (Matterhorn) und Gran Paradiso. Valle d’Aosta ist politisch autonom und unterscheidet sich hinsichtlich seiner Kultur von den übrigen Landesteilen. Die Ruinen zahlreicher Burgen und Festungsanlagen zeugen von der strategischen Bedeutung dieser Region in früheren Zeiten als Zugang zu den zwei wichtigsten Routen über die Alpen, dem Kleinen und dem Großen San Bernardino-Pass. In Aosta, der wichtigsten Stadt der Region, gibt es viele gut erhaltene Bauwerke aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter. Die imposanten römischen Stadtmauern sind beinahe vollständig erhalten geblieben. Die Altstadt hat, wie alle militärischen Siedlungen der damaligen Zeit, ein rechtwinkliges Straßennetz. Mehrere ausgezeichnete Skiorte liegen in dieser Region, u. a. Courmayeur und Cervinia (s. Skigebiete). Der Gran-Paradiso-Nationalpark ist ein beliebtes Ausflugsgebiet für Bergwanderer und Bergsteiger. Der Mont-Blanc-Tunnel hat die San Bernardino-Pässe als wichtigste Route für den Frachtverkehr weitgehend abgelöst. Piemont die obere Po-Ebene ist eine der fruchtbarsten und bevölkerungsreichsten Gegenden des Landes. Das Bergland, weiter westlich an der französischen Grenze, ist dagegen nur dünn besiedelt. Im Norden liegt der wunderschöne Lago Maggiore. Schon seit der Römerzeit haben Stadtbewohner hier Ruhe und Entspannung gefunden. Einer der bekanntesten Rotweine Italiens, der Barolo, wird hier gekeltert und auch der beliebte Sekt Asti Spumante stammt aus dieser Region. Anfang des letzten Jahrhunderts war Torino (Turin) die Automobil-Hauptstadt der Welt. Auf dem Dach der Hauptniederlassung von Fiat, die man besichtigen kann, wurde eine Teststrecke in Originalgröße aufgebaut. Breite Alleen, von Bogengängen gesäumte Straßen und elegante Häuser haben der Stadt den Beinamen La Parigi d’Italia eingebracht. Die Via Roma, die größte Einkaufsstraße, führt zur Piazza San Carlo (17./18. Jh.), dem beliebtesten Platz der Stadt. Im Barockpalast Palazzo Madama ist das städtische Museum für Alte Kunst untergebracht. Das Leichentuch von Turin kann im weißen Marmor-Dom aus dem 15. Jahrhundert besichtigt werden. Lombardei (Internet: www.lombardiadautore.regione.lombardia.it): In dieser fruchtbaren Gegend herrscht ein gemäßigtes Klima. Die Seen (Como, Garda, Lugano und Maggiore, der zu Piemont und zur Lombardei gehört) machen diese Region zu einem der beliebtesten Urlaubsgebiete. Auch in der Lombardei gibt es Niederlassungen der Schwerindustrie. Im Gebirge an der Schweizer Grenze liegen ausgezeichnete Skigebiete. Minestrone (Gemüsesuppe) und Osso buco (Kalbshaxenscheiben) sind die kulinarischen Spezialitäten der Region. Die elegante Stadt Milano (Mailand) ist ein weltbekanntes Finanz-, Geschäfts- und Modezentrum. Die modernen Wolkenkratzer, die es in dieser Vielzahl in keiner anderen italienischen Stadt gibt, stehen im interessanten Gegensatz zur historischen Altstadt. Der prächtige gotische Mailänder Dom wurde vor 500 Jahren errichtet. Leonardo da Vincis weltberühmtes Fresko »Das Abendmahl« kann im Kloster Santa Maria della Grazie bewundert werden. Das Teatro della Scala ist eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt und über 200 Jahre alt. In Pavia, der alten Provinzhauptstadt, steht der nach Plänen von Bramante und Leonardo da Vinci erbaute Dom. Cremona ist der Geburtsort des legendären Geigenbauers Stradivari. Der Dichter Vergil wurde in Mantua geboren. Bergamo ist ebenfalls einen Besuch wert. Die großen Seen des Nordens liegen in Tälern, die von den Alpen bis auf die Ebenen hinunterreichen. Der Gardasee ist der größte See Italiens und wohl auch der eindrucksvollste. Das äußerst angenehme Klima, die bezaubernde Landschaft und die idealen Bedingungen für Wassersport ziehen Jahr für Jahr unzählige Besucher aus aller Welt an. Die Umgebung ist ein herrliches Wandergebiet. An der Nordküste erhebt sich der Monte Baldo, der als lang gestreckter Bergrücken das Vallagarina-Tal und auf der anderen Seite das Ostufer begrenzt. Von seinem Gipfel aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Nordufer. Im Verlaufe der klimatischen Entwicklung durch die Jahrtausende entstand auf dem Monte Baldo eine einzigartige und abwechslungsreiche Flora; so gedeihen hier z. B. Lorbeerbäume, Steineichen, Olivenbäume und Alpenblumen. Das östliche Ufer des Gardasees, auch »Riviera degli Olivi« genannt, zeichnet sich durch eine liebliche Landschaft mit mittelalterlichen Burgen und Dörfern aus. Auch das südliche und südöstliche Hinterland der Riviera degli Olivi, das sich zwischen dem Gardasee und dem Eschtal befindet, ist einen Besuch wert. Moränenhügel, Weinberge, Burgen, Villen und idyllische Dörfer machen den Reiz dieses Landschaftsstriches aus. Eine von Napoleon angelegte Straße verläuft parallel zum See und bevor sie in das Eschtal einmündet, erreicht sie den Park Natura Viva, der nicht nur ein Reservoir für vom Aussterben bedrohte Tiere ist, sondern auch ein Zentrum für Didaktik, Information und Forschung. Hier befindet sich eine interessante Sammlung zur Flora und Fauna aus der ganzen Welt. In den frühen Morgenstunden wehen am Gardasee die Winde regelmäßig von Norden nach Süden und am Nachmittag in entgegengesetzter Richtung, so dass der See zu einem hervorragenden Betätigungsfeld für alle Arten von Wassersport wird, das vor allem Segler und Surfer aus aller Welt anzieht. Auch der Comer See und dessen Umgebung sind herrlich. Inmitten reizvoller subtropischer Vegetation liegen zahlreiche hübsche Ferienorte. Die Ufer des schönen Lago Maggiore sind dicht besiedelt. Der größte Teil des Luganer Sees liegt in der Schweiz. Die meist besuchten Urlaubsorte am Lago Maggiore (Internet: www.derlagomaggiore.de) sind Pallanza (der schöne Botanische Garten der Villa Taranto ist sehenswert), Stresa, Arona und Intra; am Comer See: Cadenabbia, Cernobbio, Bellagio, Tremezzo und Menaggio; am Gardasee: Limone, Desenzano und Gardone. Südlich des Gardasees liegt die Halbinsel Sirmione, die für ihr mildes Mittelmeerklima, ihre bezaubernde Landschaft und die Grotten des Catull – eine archäologische Fundstätte einer ehemaligen römischen Villa an der Spitze der Halbinsel – bekannt ist. Hier befinden sich auch die schön erhaltene Scaligerburg und die heilkräftige Boiola-Quelle, die 300 m vom Ufer entfernt in 17 m Tiefe im Gardasee entspringt. Zahlreiche Unterkünfte und regelmäßige Fährverbindungen zu anderen Orten an der Seeküste stehen zur Verfügung. Die beliebtesten Ferienorte in den Alpen für Sommer- und Winterurlaube sind Livigno (zollfreie Zone), Madesimo, Stelvio, Santa Caterina, Valfurva, Bormio, Aprica und Chiesa. Ligurien (Internet: www.turismoinliguria.it): Der italienische »Stiefel« beginnt an der ligurischen Küste an der Grenze zu Frankreich. Die über 200 km lange felsige Küste der Riviera. Das Hügelland in Küstennähe ist kaum für den Tourismus erschlossen. Genova (Genua), die Provinzhauptstadt Liguriens, ist schon seit langer Zeit ein bedeutender Marine- und Handelshafen. Kolumbus und Garibaldi, der berühmte italienische Freiheitskämpfer, wurden nicht weit von hier geboren. Urlaubsorte Ventimiglia, San Remo, Diano Marina, Alassio, Pietra Ligure, Spotorno, Santa Margherita, Rapallo, Portofino, Sestri Levante, Lerici und die Cinque Terre. TRENTINO ALTO ADIGE (Trentino/Südtirol): Diese Gebirgsregion an der österreichischen Grenze erstreckt sich zu beiden Seiten des Eisacktals (Val d’Isarco). Der Fluss entspringt beim Brennerpass und mündet südlich von Bozen in die Etsch (Adige). Im Osten liegen die eindrucksvollen und von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten Dolomiten, ein Teil der Südalpen. Die Bewohner der abgelegenen Täler sprechen noch Ladinisch, eine alte romanische Sprache. - Trento (Trient) und Bolzano (Bozen) sind die bedeutendsten Städte dieser Region. Viele der schönsten Urlaubsorte liegen in den Bergen: Solda, Meran, Selva di Val Gardena, Santa Cristina, Oritsei, Corvara, Bressanone, Brunico, Vipiteno, Madonna di Campiglio, Canazei, Moena, Pozza di Fassa, San Martino di Castrozza und Riva. Vendig (Venetien): Das Gebiet der unteren Po-Ebene, das östliche Ufer des Gardasees und die östlichen Dolomiten bildeten einst die Republik Venedig. Die 4 km vom Festland entfernte Lagunenstadt Venedig (Venezia) (Internet: www.turismovenezia.it) liegt auf 118 Inseln (Laguna Veneta) im Golf von Venedig (Golfo di Venèzia) in der nördlichen Adria. Ihre günstige Lage brachte der Republik Venedig entscheidende wirtschaftliche und militärische Vorteile gegenüber ihren Handelsrivalen und verhalf ihr zu Wohlstand und Ansehen. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und die wohl größten architektonischen Meisterwerke der Stadt sind der Dogenpalast, der Markusplatz und die Seufzerbrücke. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre kulturelle Blütezeit. Tizian, Tintoretto, Monteverdi und Vivaldi sind nur einige der bekanntesten Namen, die die große kulturelle Bedeutung Venedigs bezeugen. Abseits der Hauptwasserstraßen führen enge Kanäle zu kleinen Plätzen mit schönen gotischen Kirchen. Hier kann man sich in frühere Jahrhunderte zurückversetzt fühlen, zumal Venedig vom Lärm des Autoverkehrs verschont geblieben ist. Das Gran Teatro La Fenice in Venedig – eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt – wurde Ende 2003 wieder eröffnet, nachdem es fast acht Jahre zuvor, im Januar 1996 durch einen Brand nahezu völlig zerstört wurde. Wichtige Museen und Sehenswürdigkeiten Glockenturm der Markuskirche, Accademia delle Belle Arti (große Sammlung venezianischer Malerei vom 14.-18. Jh., u. a. Tizian und Tintoretto), Palazzo Rezzioni (Museum für angewandte Kunst und Möbel des 18. Jahrhunderts), Casa Goldini (San-Toma-Landungsbrücken) und Correr Stadtmuseum. Veranstaltungskalender In fast allen Städten und Dörfern werden traditionelle religiöse Feste begangen, oder es finden Feierlichkeiten zum Gedenken an bedeutende historische Ereignisse statt. Im Anschluss eine Auswahl der interessantesten und wichtigsten Festivals: Agrigento: Mandelblüte, Folklorefestival (März). Arezzo: Traditionelles Turnier der Sarazenen mit Rittern in Rüstungen, das auf das 13. Jahrhundert zurückgeht (1. Sonntag im September). Ascoli Piceno: Turnier der Quintana, Historienspiel mit über 1000 Teilnehmern (1. Sonntag im August). Assisi: Begehen der Karwoche, Musik- und Gesangswettbewerbe (1. Wochendende im Mai). Calendimaggio, Musik- und Gesangswettbewerb (jährlich in der ersten Maiwoche). Bari: Sagra di San Nicola, Prozession in historischen Kostümen (1. Wochenende im Mai). Cagliari: Sagra di Sant’Efisio, eine der größten und prachtvollsten Prozessionen der Welt (1. Mai). Florenz: Scoppio del Carro, Sprengung eines Karrens auf dem Domplatz (Ostermontag); Calcio in Costume, Fußballspiel des 16. Jahrhunderts in mittelalterlichen Kostümen (Juni). Foligno: Revival eines Turniers aus dem 17. Jahrhundert mit 600 Rittern in Rüstungen (2. Sonntag im September). Gubbio: Festa dei Ceri (15. Mai). Lucca: Luminario die Santa Croce, Illuminationen und Prozession (14. September). Marostica: Schachspiel mit lebenden Figuren (2. Wochenende im September). Neapel: Festa di S. Gennaro, zur Feier des Heiligen (19. Sept.). Nuoro: Fest des Erlösers (letzte Augustwoche). Oristano: Sa Sartiglia, mittelalterlicher Umzug und Turnier (Karnevalszeit). Orvieto: Umbria Jazz Winter (Neujahr). Perugia: Umbria Jazz (Juli). Piana Degli Albanesi (Palermo): Dreikönigsfest nach byzantinischem Zeremoniell (6. Januar); Osterfeiern (Ostersonntag). Pisa: Historische Regatta und Festbeleuchtung (Juni). Rom: Epiphanias-Jahrmarkt (6. Januar); Festa dè Noantri. Sansepolcro (Arezzo): Mittelalterlicher Wettkampf (2. Sonntag im September). Sassari: Cavalcata Sarda, traditioneller Umzug mit über 3000 Teilnehmern (3. Sonntag im Mai). Siena: Il Palio di Siena, Pferderennen ohne Sattel. Spoleto: Spoleto Festival. Terni: Umbria Jazz Gospel & Soul Easter Festival (Ostern). Venedig: Carnevale (Februar); Umzug der Gondeln; historische Regatta (1. Sonntag im September). Viareggio: Carnevale (Februar). Viterbo: Prozession der Santa Rosa (3. September). Jan. Festa Nazionale Della Befana (Hexen verteilen Geschenke), Urbania. Jan. Epiphanie, Piana degli Albanesi, Bordonaro, Pisa. Jan. La Ciaspolada (Schneeschuhlauf), Valle di Non. Jan. Wintermarathon: Oldtimerrennen, Madonna di Campiglio. Jan. AltaRoma AltaModa (Modeschau), Rom. Jan. Sant’Orso Messe (traditionelle Handwerksmesse), Aosta. Febr. Karneval, Viareggio. Febr. Karneval, Putignano. Febr. Karneval, Venedig. Febr. Karneval, Ivrea. März Internationale Nautikmesse und Festival des Meeres, Venedig. März Karfreitagsprozession, Vatikanstadt/Rom. April Internationale Designmesse, Mailand. Apr. Schwul-lesbisches Filmfestival, Turin. Apr.-Jun. Maggio Musicale, Florenz. Mai Fitnessfestival, Florenz. Mai Europa-Marathon, Triest. Mai Internationale Iris-Schau, Florenz. Mai Palio di Ferrara, Ferrara. Mai Weltfestival am Strand, Palermo. Mai Vogalonga (Gondelrennen), Venedig. Jun. Flippaut Rock Festival, Bologna. Jun. Heineken Jammin’ Festival, Imola. Jun. Cornetto Free Music Festival, Mailand, Neapel und Rom. Jun. Niballo Palio di Faenza, Faenza. Jun.-Sept. Opernfestival, Verona. Jun.-Aug. Neues Opernfestival, Rom. Jun.-Jul. Aria di Festa (Gourmetfestival des Parmaschinkens), San Daniele. Jul. Palio di Siena, Siena. Jul. Sommerfestival, Lucca. Jul.-Aug. Puccini Festspiele, Torre del Lago. Aug. Toskanisches Sonnenfestival, Cortona. Aug. Rossini Opernfestival, Pesaro. Sept. Weiße Nacht (Kulturveranstaltungen), Rom. Aug.-Sept. Internationales Filmfestival, Venedig. Sept. Formel 1: Großer Preis von Italien, Monza. Sept. Pizzafest, Neapel. Sept. Palio di Asti, Asti. Sept. Musik im September, Turin. Sept.-Okt. Internationales Theaterfest, Venedig. Okt. Internationales Kinofest, Rom. Nov. Weißes Trüffelfest, San Miniato.

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